Die Brennnessel

Synonyme: Hanfnessel, Donnernessel Scharfnessel

Sie  gehört zu den Nesselgewächsen und kann leicht eine Höhe zwischen 30 und 120 cm erreichen. Die Stängel sind vierkantig und mit den charakteristischen Brennhaaren versehen. Die Blätter sind gegenständig. Sie sind oval bis lanzettlich geformt. Ihr Rand ist grob gezahnt. Auf den Blättern sind ebenfalls Brennhaare vorhanden. Die Blüten sind klein und unscheinbar. Sie sind eingeschlechtlich, gelbgrün gefärbt und stehen in den Achseln der Blätter. Die Blüten erscheinen in den Monaten Mai bis Oktober.

Wirkstoffe: In der Brennnessel sind neben Zucker auch Ameisensäure, Histamin, die Vitamine C und K enthalten.

Verbreitung/Standort: Die Brennnessel ist weltweit anzutreffen. Sie liebt einen sonnigen bis halbschattigen Standort. Bevorzugt werden stickstoffreiche und humose Böden. Das Kraut wächst auf Brachland, zwischen Schutt und entlang von Wegrändern. Sie ist sogar bis in Höhen von 1800 m zu finden.

Ernte: Geerntet kann die Brennnessel von April bis Oktober werden. Verwendung findet die gesamte Pflanze. In der Küche sind dabei nur die frischen Blattspitzen und jungen Blätter verwendbar. Die Blätter sollten nach Möglichkeit während der Blüte oder kurz davor abgezupft werden. Anschließend werden diese an einem kühlen und trocknen Ort belassen und dort auch getrocknet. Bei der Ernte ist es ratsam, Handschuhe zu tragen.

Gesundheit: Die Brennnessel hat harntreibende, zusammenziehende, blutstillende und blutzuckersenkende Wirkung. Die frischen oder getrockneten Blätter werden zu Tee aufgebrüht. Die innerliche Anwendung hilft bei Blutungen, Rheuma, Arthritis, Hautleiden und Gicht. Nebenbei werden Giftstoffe aus dem Körper gespült. Äußerlich findet die Brennnessel Anwendung in Form von Lotionen und als Reinigungsmilch für die Kopfhaut. Sie wird  auch bei Hautausschlägen eingesetzt.

Küche: In der Küche werden nur ganz junge Blätter und Blattspitzen von kleinen Pflanzen verwendet. In diesem Entwicklungsstadium haben sich in den Blättern noch keine Oxalatkristalle gebildet. Junge Blätter können im gekochten Zustand zur Verfeinerung von Suppen, Risotto, Füllungen und Omeletten verwendet werden. Sie werden wie Spinat zubereitet oder zu einer wohlschmeckenden Brennnesselsuppe püriert. Manche wagen sich auch an die Herstellung von Nesselbier. 
http://earthshipaustria.alfahosting.org/b2evolution/blog6.php/nesselbier

Rezept:
je eine Handvoll Brennesseln und Giersch, eine halbe Handvoll junge Löwenzahnblätter, etwas Liebstöckel, 3 El Öl, je eine gehackte Knoblauchzehe und Zwiebel, zwei EL Mehl, 1 Liter Wasser, Gemüsebrühe, Salz und Pfeffer, einen halben Becher Sahne, Milch oder Schmand, zum Dekorieren Gänseblümchen.

Die Kräuter waschen und klein schneiden.
Knoblauch und Zwiebel im Öl glasig dünsten. Mehl dazugeben und verrühren. Wasser, Brühwürfel und Wildkräuter zufügen. Zum Kochen bringen und 10 Min. kochen lassen und pürieren, mit den Gewürzen abschmecken. Sahne oder Milch einrühren und die Suppe nochmals aufschlagen.
Mit Blüten vom Gänseblümchen dekorieren.
Passt noch ganz toll geröstete Brotstücken dazu